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7 Tipps für die optimale Weinlagerung

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Für anspruchsvolle Weinfreunde ist die Lagerung ihrer flüssigen Schätze ein wichtiges Thema. Zu Recht: Besonders bei Spitzengewächsen mit großem Lagerpotenzial ist eine fachgerechte Aufbewahrung der Weine wichtig. Denn viele Weine erreichen ihren optimalen Reifezeitpunkt erst nach etlichen Jahren, oft sogar erst nach über einem Jahrzehnt oder noch später. Und in dieser langen Zeit kann das Abweichen von wenigen Lagerparametern wie der Temperatur ausreichen, dass ein Wein verdirbt. Schmeckt er erst verkorkt, ist selbst der teuerste Wein nichts mehr wert.

Daher sollten Sie grundsätzlich darauf achten, dass alle wichtigen Umgebungsbedingungen für die Lagerung Ihrer Weine konstant und langfristig eingehalten werden. Welche das sind, erfahren Sie hier. Darüber hinaus finden Sie hier auch ganz praktische Tipps, mit denen Sie böse Überraschungen in Ihrem Weinkeller vermeiden können.

Bei der Weinlagerung geht es um das richtige, langfristige Lagern traditionell erzeugter Weine hoher Qualität. Weine, die über Jahre oder Jahrzehnte gelagert werden sollen. In den meisten Fällen sind das kostbare Rotweine. Für bereits trinkfertig produzierte Weine, die nur wenige Wochen vor dem Öffnen gelagert werden sollen, gelten die folgenden Regeln nur bedingt. Andererseits schadet es auch solchen Weinen nicht, wenn die Flaschen zum Beispiel kühl und liegend im Keller auf ihre Verkostung warten.

1. Temperatur

Die Lagertemperatur ist für die Qualität von Wein weitaus weniger entscheidend, als viele annehmen. Bei der langfristigen Lagerung sollte sie zwischen 8 und 18 Grad Celsius liegen. Das schließt den Dachboden für die Weinlagerung aus. Besser geeignet ist auf jeden Fall ein nicht geheizter Keller. Solange die Temperaturen innerhalb dieser Grenzen verharren, muss kein Weinfreund um seine kostbaren Tropfen fürchten.

2. Temperaturschwankungen

Viel problematischer als die absoluten Temperaturen sind jedoch Temperaturschwankungen. Besonders auf schnelle Veränderungen reagieren Weine sehr empfindlich. Die Temperatur sollte über den gesamten Zeitraum der Lagerung möglichst konstant bleiben. Dabei ist zwischen Tag-/Nachtschwankungen und jahreszeitlichen Schwankungen zu unterscheiden. Erstere sind kritisch und möglichst zu vermeiden oder so weit wie möglich einzuschränken. Jahreszeitliche Schwankungen um 5 Grad Celsius sind dagegen akzeptabel. Ideal geeignet ist ein separater Weinkeller mit dicken Steinmauern – oder ein professioneller, für die Weinlagerung entwickelter Weinklimaschrank.

3. Luftfeuchtigkeit

Hier gilt: Nicht zu feucht, nicht zu trocken. Naturkork reagiert sehr sensibel auf Trockenheit. Damit ein Korken auch über längere Zeiträume elastisch bleibt und die Flasche sicher verschließt, ist eine konstante Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 Prozent nötig. Sonst trocknet das Material nach und nach aus, wird porös und kann den Wein nicht mehr sicher vor dem Austrocknen schützen. Ebenso schädlich ist eine zu hohe Luftfeuchte von über 75 Prozent: Korken und Etiketten auf den Flaschen können in einer solchen Umgebung schimmeln, was letztlich auch den Wein verdirbt.

4. Erschütterungen

Wein liebt Ruhe. Die langfristige Qualität eines Weins hängt auch davon ab, ob die Flaschen über die gesamte Zeit ruhig liegen. Die Weinlagerung sollte langfristig erschütterungsfrei erfolgen. Aus diesem Grund ist ein herkömmlicher Kühlschrank kein guter Ort für das Lagern von Weinen.

5. Licht

Licht regt chemische Prozesse im Wein an. Achten Sie daher unbedingt darauf, die Flaschen dunkel zu lagern. Das gilt für alle Sorten: Rotwein, Weißwein und Rosé. In den meisten Fällen bietet sich dafür der Keller an. Ist dieser noch zu hell, lässt er sich meist ohne großen Aufwand verdunkeln.

6. Lage

Die optimale Position für das Lagern von Weinflaschen ist liegend im Weinregal. Dadurch ist sichergestellt, dass der Korken in der Flasche von innen feucht bleibt. Dadurch bleibt die Flasche dicht und der Wein geschützt. Es gibt aber eine Ausnahme von dieser Regel: Wein von der portugiesischen Insel Madeira will stehend gelagert werden.

7. Nachbarschaft

Vermeiden Sie das Lagern von Zwiebeln, Kartoffeln und anderem Gemüse in der Nähe Ihrer Weinflaschen. Der Wein nimmt sonst durch den Korken deren Geruch an und schmeckt nicht mehr. Dies gilt natürlich ebenso für Heizöl und sonstige geruchsintensive Stoffe oder Gegenstände.