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Das passende Glas zum Schaumwein

Für Sekt, Champagner oder Prosecco sollte eine Champagnertulpe eingesetzt werden. Das schmale, hohe und nach unten zulaufende Glas mit langem Stiel ist ideal für den Genuss von Sekt oder Champagner.

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Das Bouquet wird durch die schmale Öffnung direkt in Richtung Nase geleitet und das Prickeln der Kohlensäure ("Perlage") kommt darin besonders zur Geltung. Der vom Hersteller am Boden des Glases angebrachte Moussierpunkt fördert zusätzlich das Aufsteigen der Kohlensäure in Form einer attraktiven Perlenkette aus kleinen Bläschen. Ohne diese (meist per Laser angebrachte oder ins Glas geätzte) Störstelle kommt die Kohlensäure oft nicht richtig zur Geltung und der Sekt erscheint schal.


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Die klassische Champagnerschale transportiert Retroflair und einen Hauch Burlesque-Show, für den Genuss des edlen Getränks ist sie aber aus heutiger Sicht denkbar ungeeignet: Die breite Öffnung hilft zwar wunderbar beim Bau einer Champagner-Pyramide, sorgt aber für schnelles Entweichen der Perlage und ein rasches Erwärmen des Champagners, weil sie meist am Kelch gehalten wird.


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Die Champagnerflöte eignet sich im Vergleich besser, lässt aber aufgrund der meist großen Öffnung ebenfalls viel Kohlensäure entweichen und kommt in Sachen Genuss nicht an die Tulpe heran.

Genauso wichtig wie die Wahl des Glases, ist die Sauberkeit der Gläser. Durch Kalkablagerungen oder Verunreinigungen im Glas fängt der eingeschenkte Sekt oder Champagner übermäßig stark an zu schäumen und wir daher rasch an Kohlensäure verlieren. Deshalb sollte stets auf saubere und polierte Gläser geachtet werden. 


So wird richtig eingeschenkt 

Beim Öffnen von Sekt und Champagner sollte die Flasche nie auf Personen gerichtet werden. Der Kronkorken kann eine Geschwindigkeit von bis zu 50h/km erreichen. Außerdem sollte gleich nach dem Abnehmen des Drahtkorbs ein Finger zur Sicherung auf den Korken gedrückt werden. Nun die Flasche schräg halten. So vergrößert sich die Oberflasche des Sekts im Flaschenhals, was dazu führt, dass die Kohlensäure besser und mit weniger Druck entweichen kann. Ein Profi dreht nie am Korken selbst, sondern hält den Korken fest und dreht an der Flasche. Dadurch wird eine größere Hebelwirkung erzielt und das Öffnen gelingt mit weniger Kraft.

Sekt wird meist zu feierlichen Anlässen getrunken, um auf einen Erfolg, einen Geburtstag oder auf andere erfreuliche Ereignisse anzustoßen. Das verleitet gerne dazu die Korken knallen zu lassen. Als Profi sollte man vor allem bei hochwertigen Schaumweinen ein Knallen des Korken beim Öffnen vermeiden und besser den Korken mit Gefühl langsam „kommen lassen“, sodass das Entweichen der Kohlensäure nur leise zu hören ist.

Beim Einschenken sollten die Gläser angehoben und schräg gehalten werden. So löst sich weniger CO² und der Sekt schäumt nicht über.

 

Tipps zum Schluss

  • Lagerung: Größere Mengen an Gläsern lassen sich am besten in Spülkörben mit Hauben lagern. So können sie in Spitzenzeiten schnell und problemlos eingesetzt werden. Eine Lagerung in Pappkartons oder im feuchten, unbelüfteten Keller ist nicht zu empfehlen – die Gläser könnten den Geruch der Umgebung annehmen. Wer seine Gläser mit der Öffnung nach unten abstellt, riskiert Bruchstellen am sensiblen Bereich der Trinkränder. 

  • Spülen: Für die Reinigung der Gläser in der Spülmaschine sollte eine Temperatur zwischen 50 und 55 Grad eingestellt werden. Bei höheren Temperaturen können die Gläser trüb werden. Maschine nach Beendigung des Programms sofort öffnen, damit der Dampf entweicht.